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Haut

Die Haut, die Hülle unseres Körpers

Die Haut definiert unser Aussehen. Ein Erwachsener wird von durchschnittlich zwei Quadratmetern Haut umhüllt. Somit ist die Haut das grösste Sinnesorgan des Menschen. Sie wird häufig auch als körpereigener Schutzmantel bezeichnet, denn sie ist die erste Barriere für Viren und Bakterien und schirmt uns auch vor äusseren Umwelteinflüssen wie z. B. Sonnenstrahlen ab. Auch schützt sie uns, dass wir nicht unnötig Wasser verlieren.

Die Haut besteht aus drei Schichten. Besonders die obere Hautschicht ist vielen Einflüssen direkt ausgesetzt. Wie kommt sie damit klar? Die Lösung scheint einfach: eine stetige Rundumerneuerung. Dies geschieht im Rahmen eines lebenslangen Erneuerungsprozesses. Im Laufe eines Monats werden alle Oberhautzellen neu gebildet. Beim „Häuten“ werden so pro Tag etwa 14 Gramm alte Hautzellen abgestossen.

Unsere Haut ist auch sehr empfindlich. Ihre Rezeptoren versorgen uns mit lebenswichtigen Informationen. Ist die Haut verletzt oder juckt und beisst sie, kann das schmerzhaft und sehr unangenehm sein.

Hautausschlag

Hautausschlag kann von zahlreichen Ursachen ausgelöst werden und eine erhebliche Belastung darstellen. Neben den körperlichen Beschwerden, können auch psychische Probleme daraus entstehen. Wie er entsteht und was dagegen unternommen werden kann, zeigt der folgende Ratgeber.

Was ist Hautausschlag?

In der medizinischen Fachsprache wird Hautausschlag als Ekzem oder Exanthem bezeichnet. Es handelt sich um eine akute Reaktion der Haut, bei der verschiedene Symptome auftreten können.

Der Ausschlag kann lokal begrenzt aber ebenso grossflächig über den Körper verteilt auftreten, durch äussere Einflüsse oder Erkrankungen entstehen.

Was sind mögliche Ursachen für Hautausschlag?

  • Akne und weitere Hauterkrankungen, beispielsweise Neurodermitis
  • Allergien
  • Bakterien oder Viren
  • Kontakt zu reizenden Substanzen
  • Medikamente
  • Pilze
  • psychische Faktoren, wie anhaltende Angst, Sorgen oder negativer Stress
  • starke Sonneneinstrahlung
  • starke Reibung

Ein Ekzem kann also ebenso durch eine empfindliche Reaktion auf beispielsweise eine neue Creme oder Parfum entstehen, wie durch Lebensmittel oder als Nebenwirkung von Medikamenten. Daher ist es in einigen Fällen schwierig, den Auslöser zu finden.

Symptome des Hautausschlags

Ebenso vielfältig wie die Ursachen sind auch die Anzeichen und Beschwerden bei Hautausschlag. Möglich sind unter anderem:

  • Bläschen
  • Brennen
  • Empfindlichkeit gegenüber Druck und Reibung
  • Juckreiz
  • offene, nässende Stellen
  • Rötungen
  • Schmerzen
  • Spannungsgefühle
  • Wärmeentwicklung

Die Beschwerden können dazu führen, dass an dem Ausschlag gekratzt und gerieben wird. Hierdurch wird wiederum die Gefahr erhöht, Verletzungen zu erzeugen. Durch diese können weitere Keime eindringen und eine Infektion beziehungsweise Sekundärinfektion auslösen. Eine mögliche Folge davon sind Entzündungen sowie stärkere Beschwerden, eitriger Ausfluss und längere Krankheitsverläufe. Der Ausschlag kann sich ausbreiten und tiefere Gewebeschichten in Mitleidenschaft ziehen. Auch Vernarbungen sind möglich.

Bereits während des bestehenden Hautausschlags kann dieser psychisch belastend sein. Das gilt vor allem dann, wenn er sich an einer gut sichtbaren Stelle, wie Kopf, Hals oder an den Händen befindet. Leider kann hieraus in einigen Fällen ein Teufelskreis entstehen. Denn psychischer Stress schwächt oftmals das Immunsystem und kann sowohl aus diesem Grund als auch durch die weiteren Auswirkungen auf den Körper die Ausprägung und die Symptome verschlimmern.

Wie kann Hautausschlag behandelt werden?

Wie die Therapie bei einem Ekzem ausfällt, ist in jedem Fall abhängig von der jeweiligen Ursache. Möglich sind beispielsweise:

  • Allergie: Ob Kontaktallergie oder Lebensmittelallergie, Allergene müssen gemieden werden. Anderenfalls kommt es immer wieder zu Ausschlag und Beschwerden. Ein entsprechender Test kann Aufschluss darüber bringen, welche Substanzen die Symptome auslösen.
  • Stress: Da anhaltender Stress aus mehr als einem Grund negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat, sollten entsprechende Gegenmassnahmen ergriffen werden. Schlafhygiene, ausreichend Pausen und das Erlernen von Entspannungstechniken sind sinnvoll.
  • Medikamente: Die Einnahme von Medikamenten lässt sich nicht in jedem Fall vermeiden, bei starken Nebenwirkungen kann es aber möglich sein, nach ärztlicher Absprache einen Wechsel durchzuführen.
  • Hauterkrankungen: Chronische Hauterkrankungen, wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, bedürfen einer angepassten und dauerhaften Behandlung. Zudem ist es empfehlenswert, die individuellen Auslöser für stärkere Schübe zu finden und zu vermeiden. Hilfreich ist es dabei, ein Tagebuch zu führen und sowohl aufgenommene Lebensmittel als auch Pflegeprodukte, Waschmittel, Weichspüler und andere Einflüsse zu notieren.
  • Infektionen: Masern, Windpocken sowie Infektionen der Haut lassen sich sowohl durch einzunehmende Medikamente als auch lokal mit Salben und Cremes behandeln.

Wann muss ich mit Hautausschlag zum Arzt?

Ein Arztbesuch ist immer dann angeraten, wenn:

  • der Ausschlag länger als zwei bis drei Tage ohne Besserung besteht
  • sehr starke Beschwerden auftreten
  • der Ausschlag wiederholt vorkommt
  • die Ursache unbekannt ist

Lässt sich Hautausschlag vorbeugen?

Eine insgesamt gesunde Lebensweise kann das Risiko für Hautausschlag reduzieren. Dazu gehören unter anderem:

  • ausgewogene Ernährung
  • ausreichend Ruhe und Schlaf
  • reizende Substanzen meiden oder sich davor schützen
  • Hautveränderungen ärztlich untersuchen lassen
  • angepasste und schonende Hygiene

Kommt es trotz dieser Massnahmen zu Hautausschlag oder anderen Reaktionen der Haut, findet sich hier weiterführende Hilfe, die ganz einfach in Anspruch genommen werden kann.

Hautausschlag

Juckreiz

Juckreiz kann viele Ursachen haben. Oft lässt sich anhand von Hautveränderungen bereits erkennen, was hinter dem unangenehmen Jucken steckt. Manchmal juckt die Haut aber auch, ohne dass Rötungen, Pusteln oder Bläschen auf eine Hauterkrankung hinweisen.

Meist hält der Juckreiz nur kurz an. Lästig ist er aber auch in diesen akuten Fällen. Belastend wirkt nicht nur das Kribbeln auf der Haut. Auch der Versuch, das instinktive Kratzen zu unterdrücken, kann Betroffene um den Schlaf bringen. Eine innere Angespanntheit und sinkende Leistungsfähigkeit mindern die Lebensqualität. Aus diesem Grund sollte auch der medizinisch harmlose Juckreiz behandelt werden.

Juckreiz: Leiden mit vielen Ursachen

Der Juckreiz wird durch Botenstoffe ausgelöst. Sie regen die Nervenfasern an, die das Gehirn zum Kratzen animieren. Dadurch sollen äussere Einflüsse wie etwa Insekten von der Haut vertrieben werden. Doch auch innere Faktoren können zu Juckreiz führen.

  • Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Masern, Röteln oder Windpocken
  • Allergien wie Heuschnupfen, Tierhaarallergie oder Kontaktallergie
  • Insektenstiche und Parasitenbisse wie von Läusen, Mücken oder Bienen
  • Stoffwechselerkrankungen, etwa Diabetes, Eisenmangel oder Glutenunverträglichkeit
  • Erkrankungen der Niere, der Galle, der Leber oder des Blutes
  • neurologische Krankheiten wie Borreliose oder Multiple Sklerose
  • hormonelle Veränderungen während der Pubertät, der Periode, der Schwangerschaft oder der Wechseljahre
  • Medikamente, etwa Antibiotika, Psychopharmaka, Gerinnungshemmer oder Blutdruckmittel
  • trockene Haut

Behandlung und Vorsorge

Bei anhaltendem oder unerklärlichem Juckreiz sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die juckende Haut wird entsprechend der Ursache behandelt. Cremes und Salben zur äusseren Anwendung lindern die Beschwerden.

Daneben können Betroffene einiges tun, um den Juckreiz zu bekämpfen oder vorzubeugen:

  • Um trockene Haut zu vermeiden, sollte auf ein angenehmes Raumklima geachtet werden. Häufige Saunagänge sowie lange Bäder und Duschen schaden der Haut. Zur Pflege eignen sich rückfettende Produkte.
  • Die richtige Ernährung sorgt für starke Abwehrkräfte und gleicht kleine Nährstoffmängel aus.
  • Luftige Kleidung scheuert nicht und beugt so eine zusätzliche Reizung der Haut vor. Baumwollhandschuhe verhindern nächtliche Kratzattacken.
  • Stress, Alkohol und scharfes Essen fördern den Juckreiz und sollten deshalb vermieden werden. Gleiches gilt für bekannte Allergene.
  • Entspannungsübungen. Yoga, Sport und autogenes Training beruhigen nicht nur und beugen so Stress vor. Sie können auch vom Juckreiz ablenken.
Juckreiz

Juckreiz in der Schwangerschaft

Etwa jede fünfte Frau leidet unter Juckreiz in der Schwangerschaft. Dieser kann viele Ursachen haben. Oft steckt eine Veränderung des Hormonhaushalts dahinter. Manchmal löst jedoch auch eine Hauterkrankung oder eine Stoffwechselstörung den Juckreiz aus. Um sicherzugehen, ist eine ärztliche Abklärung angeraten. Auch bei einem vermeintlich harmlosen Juckreiz gilt: Während der Schwangerschaft sollte das lästige Leiden erst nach ärztlicher Rücksprache behandelt werden.

Juckreiz in der Schwangerschaft: So verändert sich die Haut

Mit Beginn der Schwangerschaft treten hormonelle Veränderungen auf. Sie wirken sich auf den Stoffwechsel und das Immunsystem aus. Auch die Haut verändert sich so. Das Bindegewebe wird elastischer, die Blutgefässe weiten sich und die Pigmentierung der Haut nimmt zu. Die gedehnte und entsprechend gereizte Haut kann schnell jucken. Auch trockene Haut führt zu Juckreiz in der Schwangerschaft. Besonders anfällig sind die Hautpartien, die unter den schwerer werdenden Brüsten und in der Leistengegend stärker schwitzen.

Die strapazierte Haut ist in der Schwangerschaft anfälliger für Infektionen. Um Hauterkrankungen vorzubeugen, ist deshalb eine intensive Pflege gefragt.

Sonderfall Schwangerschaftsdermatose

Eine besondere Hautkrankheit ist die Schwangerschaftsdermatose. Hierbei führen Hautveränderungen zu einem meist sehr starken Juckreiz. Insgesamt gibt es vier verschiedene Krankheitsbilder:

  • Bei der atopischen Schwangerschaftsdermatose bilden sich flächige Rötungen im Gesicht, auf dem Hals, an den Ellenbogen oder in den Kniebeugen. Auf Armen und Beinen zeichnen sich rötliche Knoten ab. Diese führen zu Juckreiz in der Schwangerschaft.
  • Durch eine Überdehnung der Haut entsteht die polymorphe Schwangerschaftsdermatose. Kennzeichnend sind gerötete Dehnungsstreifen, aber auch Bläschen, Knoten und schuppende Rötungen. All diese Hautveränderungen jucken stark.
  • Während der Schwangerschaft werden übermässig viel weibliche Geschlechtshormone gebildet. Diese können die Funktion der Leber beeinträchtigen. Typisch für die Intrahepatische Schwangerschaftscholestase ist ein starker Juckreiz an den Handflächen und den Fusssohlen.
  • Bei Pemphigoid gestationis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die Oberhaut von der Lederhaut ablöst. Hierbei entwickeln sich aus geschwollenen Rötungen nässende Bläschen, die stark jucken.

Die beiden letztgenannten Formen der Schwangerschaftsdermatose können die Gesundheit des Babys beeinträchtigen. Auch deshalb sollten Frauen bei einem Juckreiz in der Schwangerschaft den Arzt aufsuchen.

Juckreiz-Schwangerschaft

Wunden

Wird die Haut verletzt, entsteht eine Wunde. Je nach Intensität der Verletzung kann die Haut in der Fläche und Tiefe unterschiedlich stark beschädigt sein. Auch darunter liegendes Gewebe und Organe können in Mitleidenschaft gezogen werden.

Chronische und akute Wunden

Eine Verletzung der Haut wird entweder von einer Gewalteinwirkung oder von einer Erkrankung verursacht. Letzteres ist beispielsweise beim Wundliegen der Fall. Hier droht eine chronische Verletzung der betroffenen Haut.

Durch äussere Gewalt entsteht eine akute Wunde. Sie ist die Folge eines Unfalls oder einer absichtlichen Verletzung. In diesen Fällen dringen oft Keime in die offene Hautpartie ein, wodurch eine Infektion droht.

Eine akute Wunde kann auch durch einen operativen Eingriff herbeigeführt werden. Im Gegensatz zu anderen Verletzungen ist bei einer Operation das Ausmass der Wunde jedoch kalkuliert. Auch findet die Öffnung der Haut unter sterilen Bedingungen statt, Krankheitserreger gelangen deshalb für gewöhnlich nicht in die Wunde.

Verschiedene Formen der Verletzung

Je nach Verletzung kann die Wunde ein unterschiedliches Ausmass haben. Von ihrer Form hängt wiederum die Dauer der Heilung ab. Durch Schnitte, Stiche und Bisse entstehen meist glatte Wundränder. Rührt die Verletzung von stumpfer Gewalt, etwa durch eine Quetschung oder Prellung, sind die Wundränder eher unscharf.

Eine Wunde kann auch von thermischer Gewalt (z. B. Verbrühung oder Verbrennung), chemischer Gewalt (z. B. Verätzung) oder strahlenbedingter Gewalt (z. B. Röntgenstrahlung) verursacht werden. Je nach Ausmass der Schädigung können nach der Heilung Narben zurückbleiben.

So heilen Wunden

Die verletzte Haut heilt in vier Phasen. Zunächst wird die Blutung gestoppt, im Anschluss bauen Abwehrzellen eingedrungene Keime ab. Nach dieser Wundreinigung bilden sich neue Blutzellen und Kollagenfasern, bevor sich das eigentliche Hautgewebe erneuert. Hierbei unterscheidet man in:

  • Regeneration: Die Haut heilt vollständig ab, es bleibt keine Narbe zurück.
  • Reparation: Aus Binde- und Stützgewebe bildet sich eine Narbe. Sie ist weniger elastisch, hat keine Pigmente oder spezialisierte Zellen wie Drüsen oder Haarzellen.

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Wundheilung. Durch einen ausgeglichenen Stoffwechsel und ein starkes Immunsystem wird sie massgeblich unterstützt.

Wunden

Schuppen

Etwa alle vier Wochen erneuert sich die Haut. Dabei lösen sich die abgestorbenen Hautzellen von der Epidermis. Mit blossem Auge sind diese einzelnen Hautzellen nicht sichtbar. Grössere Zellverbände hingegen fallen als unästhetisch auf: Schuppen sind vor allem ein kosmetisches Problem.

Gene, Stress und Klima

Nicht nur auf dem Kopf bilden sich Schuppen. Auch an anderen Körperstellen kann die Haut aufrauen und schuppig werden. Dass die abgestorbenen Zellen nicht einzeln, sondern im Verbund abgehen, hat viele Ursachen. Die Neigung zu Schuppen kann erblich bedingt sein. Auch Stress oder psychische Belastung wirkt sich auf die Hautbeschaffenheit und damit auf die Schuppenbildung aus.

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor ist das Klima. Trockene Umgebungsluft entzieht den oberen Hautschichten ihre Feuchtigkeit. Dadurch werden Schuppen begünstigt. Durch den zu heiss eingestellten oder zu nah an die Kopfhaut gehaltenen Fön trocknet die Haut ebenfalls aus. Sauna, Solarium und ausgiebige Sonnenbäder tragen genauso zur Schuppenbildung bei.

Schuppen bei Hauterkrankungen

Ein verändertes Hautbild lässt sich allerdings auch auf hormonelle Schwankungen zurückführen. Besonders in der Pubertät, während der Schwangerschaft oder der Wechseljahre sind Schuppen nicht ungewöhnlich. Sie können auch im Rahmen der unvermeidlichen Hautalterung auftreten. Mit der Zeit trocknet die Haut aus, da wichtige Feuchtigkeitsdepots ihre Speicherfähigkeit verlieren. Trockene, teils schuppige Haut tritt aus diesem Grund im Alter gehäuft auf.

Hält die Schuppenbildung länger als einen Monat an oder tritt sie immer wieder auf, sollte ein Arzt konsultiert werden. Die unästhetischen Partikel können nämlich auch auf eine Hautkrankheit hindeuten. Dies gilt vor allem, wenn die Haut gerötet oder leicht geschwollen ist und stark juckt. So kann etwa Neurodermitis zur Bildung von Schuppen führen. Auch Psoriasis und Kontaktallergien zeichnen sich auf der Haut ab.

Um Schuppen in den Griff zu bekommen, muss die jeweilige Ursache behandelt werden. Daneben empfiehlt sich eine geeignete Hautpflege. Diese sollte auf den Hauttyp abgestimmt sein, da die falsche Pflege das Problem verstärken kann.

Schuppen

Akne

Akne zählt zu den häufigsten Erkrankungen der Haut. Sie tritt meist in der Pubertät auf und klingt bis zum 25. Lebensjahr ab. Allerdings kann sie auch in späteren Jahren immer wieder auftreten.

Akne: Bürde der Pubertät

Während der Pubertät stellt sich der Hormonhaushalt um. Männliche Geschlechtshormone regen die Talgproduktion in der Haut an. Diese wird fettiger. Da die Hormone auch die Hornbildung fördern, verschliessen sich die Drüsen häufig. Dadurch staut sich der Talg an: Es entstehen Mitesser. Platzen diese weissen Pünktchen auf und kommen dabei mit Sauerstoff in Kontakt, färben sie sich schwarz. Wenn sich hier Bakterien ansiedeln, entstehen kleine Entzündungsherde.

Akne zeichnet sich vor allem im Gesicht und hier auf der Stirn und dem Kinn ab. In selteneren Fällen bilden sich auch auf dem Rücken und dem Dekolleté Mitesser und Pickel. Diese lassen sich mit den richtigen Pflegeprodukten, Peelings und kosmetischen Behandlungen meist gut in den Griff bekommen. Dennoch sollte dermatologischer Rat gesucht werden, denn durch Akne wird das Risiko für Hautinfektionen erhöht. Ausserdem können sich bei schwerer Akne Knötchen bilden, die nach ihrer Abheilung Narben hinterlassen. Um dies zu vermeiden, kann eine medikamentöse Behandlung angeraten sein.

Pickel und Mitesser – nicht nur in der Jugend

Hormonelle Veränderungen beeinflussen schon früh das Hautbild. So zeichnen sich bereits bei Neugeborenen und Kleinkindern häufig Pickelchen auf der Stirn und den Wangen ab. Schwankungen des Hormonspiegels während der Menstruation, der Schwangerschaft und der Wechseljahre können ebenfalls zu Akne führen. Das Hautbild vieler Frauen verändert sich auch, wenn sie die Anti-Baby-Pille absetzen.

Akne wird jedoch nicht nur von Veränderungen im Hormonhaushalt ausgelöst. Auch Stress führt zu Akne. Der Einfluss von fettreicher Nahrung wird zwar immer wieder diskutiert, konnte aber bislang nicht belegt werden.

Hautirritationen treten auch bei einer allergischen Reaktion auf. So kann sich eine Kontaktallergie als Akne zeigen. Pickel und Mitesser entstehen auch bei einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Kosmetika oder Medikamenten. In diesen Fällen verbessert sich das Hautbild, wenn die bekannten Reizstoffe gemieden werden.

Akne

Hautprobleme in der kalten Jahreszeit

Die kalte Jahreszeit stellt die Haut vor ganz besondere Herausforderungen. Kühle Temperaturen trocknen sie aus. Besonders das Gesicht und die Lippen sind der kalten Luft oft ungeschützt ausgesetzt. Die Haut verliert an Glanz, wird rau und spannt. Auch die warme Heizungsluft setzt der Haut zu. Sie entzieht ihr Feuchtigkeit. Dadurch wird die Haut fahl und schuppig. Besonders zwischen den Fingern, an Ellenbogen, Knien und Füssen können sich kleine Risse bilden. Doch nicht nur die trockene Luft sorgt für Hautprobleme in der kalten Jahreszeit.

Hautprobleme in der kalten Jahreszeit: Ursachen

Im Winter ist die Haut anfällig für Hautveränderungen und Erkrankungen. Die Talgdrüsen sind weniger aktiv, sodass der von ihnen gebildete Säureschutzmantel durchlässiger wird. Ist die Oberhaut zudem schuppiger und rissig, können sich Keime leichter ansiedeln. Rötungen, Knötchen und Ekzeme sind häufige Hautprobleme in der kalten Jahreszeit.

Auch das individuelle Verhalten kann der Hautgesundheit schaden. Wer im Winter zu heiss duscht oder badet, entzieht der Haut wichtige Feuchtigkeitsreserven. Besonders die Hände sind in der kalten Jahreszeit gefährdet. Handseife und Geschirrspülmittel trocknen sie aus. Bei spröden Händen sollte deshalb auf Waschöle umgestellt werden. Gummihandschuhe schützen sensible Hände vor dem Austrocknen.

So bleibt die Haut gesund und schön

Um Hautprobleme in der kalten Jahreszeit zu vermeiden, muss die tägliche Pflege variiert werden. Feuchtigkeitsspendende Produkte sollten nur zur Abendpflege verwendet werden. Wer sie tagsüber aufträgt, riskiert an der Winterluft Kälteschäden. Besser geeignet sind rückfettende Cremes ohne Konservierungsstoffe. Sie stärken die Abwehrkräfte der Haut und halten die Feuchtigkeit in den tieferen Hautschichten zurück. Dadurch bleibt die Haut elastisch und geschmeidig.

Zur Hautpflege im Winter gehört auch die richtige Ernährung. Zahlreiche Mikronährstoffe unterstützen den gesunden Stoffwechsel in der Haut. Bei einer ausreichenden Zufuhr mit Vitaminen und Mineralien können kleine Irritationen schnell behoben und Krankheitserreger leichter abgewehrt werden. So lassen sich Hautprobleme in der kalten Jahreszeit effektiv vorbeugen. Zu einer hautfreundlichen Ernährung gehören pflanzliche Öle und Omega-3-Fettsäure. Vor allem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Kalte-Jahreszeit

Hautbeschwerden im Alter

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Haut. Das Bindegewebe speichert weniger Flüssigkeit, wodurch die Haut dünner und trockener wird. Weil die Talgdrüsen weniger aktiv sind, dünnt der natürliche Säureschutzmantel der Epidermis aus. Sie verliert an Elastizität und Glanz, wirkt spröde und matt. Rötungen, schuppige Partien und juckende, trockene Stellen sind typische Hautbeschwerden im Alter.

Das steckt hinter den Hautbeschwerden im Alter

Die Veränderungen der Haut sind ein Teil des natürlichen Alterungsprozesses. Der Hormonhaushalt und der Stoffwechsel wandeln sich und beeinträchtigen die Struktur der Haut. Ihre Gefässe werden weniger stark durchblutet und ihre Pigmentierung verändert sich.

Ein ungesunder Lebensstil beschleunigt diesen natürlichen Prozess. UV-Strahlung ist für mehr als 90 Prozent aller Falten verantwortlich. Alkohol schädigt die Zellversorgung, Nikotin dünnt die Haut zusätzlich aus. Auch durch eine unzureichende Hautpflege oder eine unausgewogene Ernährung können Hautbeschwerden im Alter vorzeitig eintreten.

Mehr als eine optische Veränderung

Die alternde Haut verursacht oft unangenehme Beschwerden. Sie spannt und kann schmerzhafte Risse bilden. Rötungen und Schuppen belasten Betroffene häufig psychisch.

Hautbeschwerden im Alter reduzieren die Schutzfunktion der Haut. Die nun dünne, trockene und rissige Barriere kann von Bakterien und Viren einfacher überwunden werden. Aus diesem Grund sind ältere Menschen anfälliger für Hauterkrankungen. Um unangenehme Hautkrankheiten zu vermeiden, ist ein besonderer Schutz gefragt – schon bevor die Hautalterung einsetzt.

Die richtige Pflege für alternde Haut

Die Alterung der Haut lässt sich nicht vermeiden, allerdings verlangsamen. Hautbeschwerden im Alter können ausserdem abgemildert werden. Wichtig hierfür ist die richtige Basispflege aus milden Seifen und rückfettenden Pflegeprodukten. Schon in jungen Jahren sollte die Haut der Sonne nie für längere Zeit ungeschützt ausgesetzt sein. Regelmässige Flüssigkeitszufuhr regt den Stoffwechsel an und polstert die Haut von innen. Eine ausgewogene Ernährung versorgt die Haut mit allen wichtigen Nährstoffen. Dadurch werden ihre regenerativen Kräfte bewahrt. Auch Bewegung beugt Hautalterung vor. Wer seine Haut massiert und dehnt, hält sie elastisch und abwehrstark.

Alter-Beschwerden
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